Die Ming-Perle

Ich mag Perlen ja sehr und habe deshalb voriges Jahr auf der Inhorgenta eine Neuzüchtung gekauft: eine gravierte Süßwasserperle mit Kern.

Das ist insofern neu, da bis dato nur die kernlosen Süßwasserperlen der Hyriopsis Schlegeli und der Hyriopsis Cumingii für die kommerzielle Perlzucht verwendet wurden. Gerade die Hyriopsis Cumingii ist bekannt für ihre runden Perlen in verschiedenen Farbnuancen über weiß, rosa bis hin zu lila bei einer maximalen Größe von 12mm. Gezüchtet werden diese Perlen wie folgt: In die Auster werden 20-60 Gewebeteilchen eingepflanzt und nach etwa vier Jahren erntet man bis zu 20 Perlen.

Im Jahr 2000 starteten Versuche mit einem Hybriden aus der Hyriopsis Schlegeli und der Hyriopsis Cumingii. Heraus kam eine Auster, die weniger anfällig gegen Umwelteinflüsse ist und so höhere Zuchterfolge garantiert. Außerdem kann sie entgegen der anderen Austern 1-2 Perlen mit Kern produzieren, die zwar eine ähnliche Farbpalette aufweisen, aber deutlich größer sind als die kernlosen Süßwasserperlen. Größen zwischen 11-20mm sind möglich. Um diese beachtliche Größe zu erreichen, werden  zuerst 1-2 Gewebeteilchen eingesetzt. Hat sich der Perlsack geweitet, werden die Gewebeteilchen entnommen und durch runde Kerne ersetzt. So entsteht nun eine runde Süßwasserperle mit Kern und einem tollen Lüster: die Ming-Perle.

ming

Auf dem zweiten Foto sieht man deutlich den Größenunterschied zwischen einer Süßwasserzuchtperle und einer Ming-Perle.

Preislich rangiert die Ming-Perle oberhalb der kernlosen Süßwasserperlen, aber noch unterhalb der Tahiti-und Südseeperlen. 

Was mich bei dieser Perlart so fasziniert, ist die breite Farbpalette in dieser Größe und Qualität, was sie zu einer echten Alternative zu den oben genannten Tahiti-und Südseeperlen macht.

Ich hoffe, ich konnte etwas von meiner Faszination an euch weitergeben! 

Quellen: Webseite der Firma Hesse & Co., Institut für Geowissenschaften der Universität Mainz, Pearl-Guide

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