Mal eben schnell polieren...

Es kommen öfter Kunden zu mir, die ein Schmuckstück „mal eben schnell“ aufpoliert haben möchten. Das geht natürlich, sieht aber nicht gut aus! Deshalb zeige ich am Beispiel eines Rings, wie viele Schritte bei einer Politur von Hand nötig sind, um ein gutes Ergebnis zu erzielen.

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Das erste Foto zeigt einen geschmirgelten Ring, der so für den ersten Schritt der Politur vorbereitet ist. Es folgt nun die Bearbeitung mit einem roten Gummipolierer, was eine noch feinere Art des Schmirgelns ist. Früher habe ich das mit Polierpapier gemacht.

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Danach kommt die Vorpolitur mit einem deutlich feineren grünen Gummipolierer; bei einer separaten Poliermaschine käme hier ein Filz oder eine Bürste zum Einsatz. Ich poliere nicht so großflächige Teile, deshalb erziele ich am Werktisch mit den Gummipolierern ein besseres Ergebnis. 

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Obwohl das Resultat für Laien schon fertig aussieht, folgt jetzt die „richtige“ Politur mit einem Schwabbel. Das ist ein Rad aus Wolle oder Leder, mit dem der Ring auf Hochglanz poliert wird. Dazu verwende ich unterstützend eine Polierpaste. Diese fördert zum einen den Glanz, zum anderen reduziert sie aber auch die entstehende Reibungshitze.

Auf dem letzten Bild sieht man den fertig polierten Ring.

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Industriell hergestellter Schmuck wird übrigens mehrere Stunden in Poliertrommeln mit unterschiedlich großen Stahlkugeln poliert. Meiner Meinung nach erreicht diese Politur aber nicht den Glanz einer von Hand ausgeführten Politur!

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