Wie reinige ich Schmuck? (Teil 2)

Im ersten Teil habe ich die Reinigung des Schmucks an sich erläutert. Nun gehe ich näher auf die Pflege von Edelsteinen und Perlen ein.

Gerade Perlen sind sehr empfindliche Wesen: sie vertragen weder irgendwelche Kosmetika, noch eine feuchte Reinigung. Man sollte sie erst nach dem Schminken, dem Auftragen von Haarspray und Parfum anlegen. Gereinigt werden sie optimalerweise nach jedem Tragen mit einem weichen Tuch. Aufbewahrt werden sollten sie getrennt von anderem Schmuck, damit sie nicht verkratzen. Sie sind absolut ungeeignet zum Duschen, Schwimmen und Sport! Schweiß, Dreck und Wasser wirken auf die Oberfläche der Perle wie Schmirgelpapier. Glanz und Lüster der Perle werden so dauerhaft beschädigt. Durch häufigen Wasserkontakt wird auch der Weichmacher des Klebers zerstört. Die Verbindung wird porös und die Perle oder der geklebte Stein sind nicht mehr fest und gehen schlimmstenfalls verloren!

Opake Steine wie Opal, Lapislazuli, Koralle, Malachit, Tigerauge und Türkis vertragen keine Tauchbäder. Die Oberfläche der Steine wird durch die Chemikalien angegriffen und der Stein wird matt. Je nach Grad der Beschädigung ist es jedoch möglich, den Stein bei einem Goldschmied oder Edelsteinschleifer wieder polieren zu lassen. 

Relativ unempfindliche Steine hingegen sind Diamanten, Rubine, Safire, Turmaline, Berylle und Zirkonia, wenn sie gefasst und nicht geklebt sind. Sie vertragen Tauchbäder ohne weiteres und können auch im Spülwasser mit einer weichen Zahnbürste problemlos gereinigt werden. Gerade bei Diamanten empfiehlt sich eine regelmäßige Reinigung, denn sie sind sehr fettanziehend und sehen somit schnell unansehnlich aus.  

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